Einsätze im Mai und Juni

Am Freitag, den 24.05. rückten Kameraden unserer Wehr im Rahmen des Fachzug 80 in die Gartenstadt aus. Auf dem Gelände der Grundschule Achtermannstraße kam es an diesem Tag zu einem tätlichen Übergriff auf ein elfjähriges Mädchen (BZ hat berichtet). Da ein Großteil der Bereitschaftspolizei an diesem Tag für die Sicherung bei Fußballspielen eingesetzt war, unterstützte die freiwillige Feuerwehr hier beim Auffinden einer mutmaßlichen Tatwaffe. Dieser Einsatz war für alle Beteiligten eine völlig neue Erfahrung.

Am Sonntag, den 26.05. führte der Beberbach nach anhaltendem Regen Hochwasser, mehrere Keller bzw. Grundstücksflächen waren mit Wasser vollgelaufen und die Hondelager Straße wurde durch abfließendes Regenwasser überspült und musste gesperrt werden. Folglich rückte unsere Wehr an diesem Tag gleich zu mehreren Einsätzen aus.

Auch die folgende Woche stand im Zeichen des Hochwassers in Braunschweig. Nachdem am Montag, den 27.05. auf dem Gelände des Klärwerk Steinhof Sandsäcke gefüllt wurden spitzte sich die Lage in Braunschweig zunehmend zu, sodass unsere Kameraden bereits am Freitag an Einsatzstellen in Kralenriede, Lehndorf sowie an der Uferstraße zur Schadensbegrenzung in einer Kleingartenanlage eingesetzt waren.

Anhaltender mäßiger Regen in der Südosthälfte Deutschlands und großen Teilen der Tschechischen Republik zog Anfang Juni steigende Pegel an Donau und Elbe nach sich. Als offenbar wurde, dass unsere Partnerstadt Magdeburg vom Hochwasser betroffen sein würde, wurden am Dienstag, 04.06. Kräfte der Feuerwehr Braunschweig zur Unterstützung angefordert, nachdem dort bereits tags zuvor Katastrophenalarm ausgerufen wurde. Sechs Mitglieder unserer Wehr nahmen im Rahmen des Fachzug 80 am Hochwasser-Einsatz in Magdeburg teil. Auf dem Gelände eines Kieswerkes in der Nähe des Barleber Sees wurden im Schichtbetrieb Sandsäcke gefüllt (s. Bild). Die Helfer aus Braunschweig waren zusammen mit anderen Kräften aus dem gesamten Bundesgebiet an der Sicherung des Magdeburger Industriehafens beteiligt.

Gerade aus Magdeburg zurückgekehrt, erreichte unsere Kameraden am Donnerstag, den 06.06. die nächste schlechte Nachricht. Bei Sondierungsarbeiten wurden auf der Fläche des geplanten Bevenroder Neubaugebiet mehrere Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg ausfindig gemacht. Da aufgrund der Lage der Bombenkörper sowie weiterer latenter Verdachtsfälle rascher Handlungsbedarf bestand, wurde eine Evakuierung für Freitag festgelegt. Als am Folgetag die Planung der Evakuierung nahezu abgeschlossen war und sich die ersten unserer Kameraden zur Evakuierungsmaßnahme am Gerätehaus einfanden, erreichte uns die Meldung des Sprengmeisters, dass es sich bei den Blindgängern lediglich um Brandbomben gehandelt habe und eine Evakuierung nicht mehr nötig sei. Unser Einsatz war damit beendet.

Vollausstattung mit DME und Abschaltung der Sirene

Lange wurde schon darüber geredet, nun ist es soweit. Unsere Wehr wird komplett mit Digitalen Melde Empfängern ausgestattet.

Aus Kostengründen und um weitere Beschwerden aus der Bevölkerung zu vermeiden, wird unsere Sirene vermutlich noch zum Jahresende abgeschaltet. Alarmiert werden die Kameradinnen und Kameraden jetzt nur noch über die neuen Digitalen Funkmeldeempfänger. Dies bedeutet für uns, dass wir jetzt ständig unsere DME mitnehmen müssen, um die ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen.